Was sind die Ursachen für Rheuma?

 

Der Begriff Rheuma umfasst bis zu vierhundert unterschiedliche Erkrankungen des Bewegungsapparates bzw. des Bindegewebes, daher spricht man heute zumeist von Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises. Gemeinsam ist diesen Krankheiten, dass sie in den meisten Fällen chronisch verlaufen und mit mittleren bis starken, andauernden Schmerzen verbunden sind. Die Ursachen für Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises können sehr vielfältig und komplex sein. Die Rheuma Ursache ist bisher nicht eindeutig geklärt, doch gibt es verschiedene Ansätze und nachgewiesene Ursachen.

Ursachen für Rheuma

Eine wesentliche Rheuma Ursache ist eine falsche Reaktion der körpereigenen Abwehrkräfte. Das fehlgeleitete Immunsystem greift Gelenke und Organe des eigenen Körpers an und schädigt bzw. zerstört sie. Diese Form von Autoimmunerkrankung wird als wesentliche Rheuma Ursache betrachtet. Durch autoimmunologische Prozesse werden z.B. folgende, häufig auftretende rheumatische Krankheiten ausgelöst: Bechterew, Psoriasis-Arthritis und Churg-Strauss-Syndrom.

Eine genetische Disposition kann zur Rheuma Ursache werden. Allerdings lässt sich nicht generell feststellen, dass Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises pauschal vererbt werden. Von einem erhöhten Risiko sollte man jedoch ausgehen, falls in Familie und naher Verwandtschaft bereits rheumatische Erkrankungen auftreten.

Wissenschaftliche Studien belegen, dass Frauen drei Mal so oft erkranken, wie Männer. Hier spielt sicher auch die zunehmende Belastung der Frauen in Beruf, Familie und Alltag eine große Rolle. Stress wirkt sich negativ auf die Gesamtkonstitution aus. Stetiger Druck und eine andauernde Überforderung erhöhen zusammen mit anderen ungünstigen Faktoren das Risiko, an Rheuma zu erkranken.

Erkrankungen des Skelett-Muskel-Bindegewebsapparates können auch infolge allergischer Reaktionen auf Streptokokken auftreten. Bakterienbedingte Herdinfektionen durch defekte Zähne oder entzündete Mandeln können zur Rheuma Ursache werden.

Falsche Ernährung als Rheuma Ursache

Rheuma UrsachenEine falsche Ernährung gehört zu der gravierendsten, in Mitteleuropa am häufigsten Krankheiten des rheumatischen Formenkreises begünstigenden und auslösenden Rheuma Ursache.

Zu fette, zu säurehaltige Nahrungs- und Genussmittel werden in zu großen Mengen konsumiert und gefährden in Kombination mit einer bewegungsarmen, stressreichen, insgesamt ungesunden Lebensführung die Gesamtkonstitution.

Insbesondere tierische Fette enthalten Arachidonsäure, die arthritische, auf Entzündungen basierende, rheumatische Erkrankungen begünstigt. Eine an Vitamin E reiche, Arachidonsäure arme Ernährung wirkt sich positiv im Heilungsverlauf rheumatischer Gelenkerkrankungen aus. Thunfisch, Leberwurst, Schweineschmalz, Schweineleber enthalten einen überaus hohen Anteil Arachidonsäure und sollten daher gemieden werden.

Auch eine zuckerreiche Ernährung begünstigt rheumatische Erkrankungen auslösende Entzündungsprozesse im Körper. Positiv wirkt sich hingegen eine an Omega-3-Fettsäuren reiche Ernährung aus.

Eine vor allem auf tierischem Eiweiß basierende Ernährung birgt ebenfalls ein hohes Risiko in sich. Beim Abbau von Eiweiß im Körper entstehen Harnsäure und Ammoniak. Leber und Niere sind für das Ausscheiden bzw. Eliminieren dieser Stoffe verantwortlich. Bei einer andauernden Überlastung dieser Organe durch eine übermäßige Eiweißzufuhr kommt es zu einer Ablagerung von Giftstoffen, die eine Rheuma Ursache sein können.

Pflanzliches Eiweiß, wie es beispielsweise in Nüssen, Getreide, Kartoffeln und Reis vorkommt, ist tierischem bei Weitem vorzuziehen. Eine ausreichende Proteinzufuhr ist damit allemal gegeben.

Insgesamt ist auf Ausgewogenheit zu achten. Bevorzugt werden sollten basenbildende Nahrungsmittel.

Stoffwechselstörungen sind als Rheuma Ursache häufig zu finden. Eine Störung des Kalziumstoffwechsels gilt als Ursache für Arthrose-Erkrankungen. Chondrokalzinose bzw. Pseudogicht ist die bekannteste Folge gestörter Kalziumaufnahme. Kalziummangel führt zu einer Entkalkung der Knochen, Ermüdungszuständen, Depressionen sowie Muskelkrämpfen.

Gichtarthritis wird durch eine Störung des Purinstoffwechsels hervorgerufen. Purine sind in tierischen Nahrungsmitteln enthalten und werden im menschlichen Organismus zu Harnsäure abgebaut. Die Ausscheidung erfolgt gleichfalls über die Niere. Ein ungenügender Abbau führt zur Anhäufung von Harnsäure in den Gelenken und verursacht Gicht. Zuckerreiche Nahrungsmittel und Alkohol, die den Harnsäurehaushalt negativ beeinflussen, sollten unbedingt gemieden werden. Eine purinarme Diät kann auf Dauer bei insgesamt gesunder Lebensführung zur Besserung beitragen und sogar zur Heilung führen.

Eine fortwährende Übersäuerung des Körpers birgt das Risiko einer erhöhten Infektionsanfälligkeit des Organismus.

Nicht zuletzt ist eine Übersäuerung für andauernde Entzündungen im Organismus verantwortlich. Eine konsequent basische Ernährung kann der Erkrankung vorbeugen bzw. die Heilung begünstigen. Entschlackungen und Entgiftungen durch Kuren oder Fastenzeiten unter medizinischer Aufsicht helfen, den Säure-Basen-Haushalt zu stabilisieren.

Eine häufige Rheuma Ursache ist Übergewicht. Das Stützsystem des Körpers ist der dauernden Überlastung nicht gewachsen. Verschleiß und Abnutzung der Gelenke sind die Folge.

Nicht unterschätzen sollte man zudem psychische Faktoren. Stress, Hyperaktivität und dauernde Überlastungen können zur Rheuma Ursache werden.

Rheuma kann jeden treffen

Rheuma galt lange als Alterskrankheit. Jedoch können bereits Kinder und Jugendliche an Rheuma erkranken.

Die Juvenile Idiopathische Arthritis, die rheumatische Erkrankungen von Kindern unter sechzehn Jahren umfasst, verlangt besondere Aufmerksamkeit. Die Erkrankungen haben chronischen Charakter, können jedoch durch geeignete Therapien in ihrem Verlauf positiv beeinflusst werden. Als Rheuma Ursache gelten Infektionen und eine individuelle Disposition, die das Entstehen von Entzündungen begünstigt. Genetische Veranlagungen spielen eine Rolle. Häufig treten in der Familie bereits chronische rheumatische Erkrankungen auf. Ausgehend von Erkrankungen der Gelenke kommt es in Folge zu Muskelschwund und insgesamt zur Retardierung in der Entwicklung des Kindes. Eine konsequente Therapie kann zu einem positiven Verlauf der Erkrankung sowie zur gänzlichen Heilung führen. Physio- und ergotherapeutische Maßnahmen, die die Bewegungsfähigkeit erhalten bzw. wiederherstellen und negativen Folgeerscheinungen wie einem Muskelschwund vorbeugen werden zusammen mit gesunder, ausgewogener Ernährung sowie entsprechenden Medikamenten zur Besserung eingesetzt.

Mit steigendem Alter wächst, statistisch gesehen, das Risiko, an Rheumatismus zu leiden. Arthrosen gelten gemeinhin als durch Verschleiß bedingte Alterserkrankungen. Doch auch sie haben häufig eine multikomplexe Rheuma Ursache.

Unbehandelt kann jede rheumatische Erkrankung zu einer Zerstörung der Gelenke und Knochen führen. Das Ergebnis wäre völlige Bewegungsunfähigkeit. Daher ist eine rechtzeitige Erkennung und fachkundige Therapie in jeder Alterstufe unbedingt notwendig.

Eine insgesamt gesunde Lebensführung, mit ausreichender Bewegung, Entspannung, einer guten, ausgewogenen Ernährung, bewirkt eine Gesamtstabilisierung des Organimus und beugt Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises weitmöglichst vor.

Wenn auch bisher nicht alle Ursachen für rheumatische Erkrankungen medizinisch eindeutig geklärt wurden, so kann man nach dem momentanen Stand der Erkenntnisse davon ausgehen, dass es vielfältige, miteinander in Wechselwirkung tretende Faktoren sind, die Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises auslösen. Genetische, umweltbedingte, ernährungsphysiologische, immunbiologische Aspekte sowie eine individuelle Disposition können zur Rheuma Ursache werden.

Eine gesunde Lebensführung kann rheumatischen Erkrankungen vorbeugen. Insbesondere der gesunden, ausgewogenen Ernährung kommt dabei eine bedeutende Position zu.