Welche Rheuma Medikamente gibt es?

Zur Behandlung von rheumatischen Erkrankungen, die in der Laiensprache häufig einfach als Rheuma bezeichnet werden, kommen ganz unterschiedliche therapeutische Methoden und Rheuma Medikamente zum Einsatz. Leider ist es so, dass die Erkenntnisse über die ursächlichen Zusammenhänge bei Rheuma noch nicht vollständig geklärt sind. Aufgrund der Tatsache, dass noch nicht eindeutig erklärt werden kann, welche Auslöser rheumatische Erkrankungen hervorrufen können, werden die nicht medikamentösen Therapien und Rheuma Medikament meist miteinander kombiniert.

Synthetische Rheuma Medikamente

Als kleine Übersicht über die zahlreichen medikamentösen Applikationen gegen rheumatische Erkrankungen soll eine im Folgenden dargestellte Zusammenstellung der wichtigsten pharmazeutischen Produkte dienen. In Abhängigkeit vom Ausmaß des Rheumas und dessen lokaler Manifestation können die einzelnen Medikamente in unterschiedlichen Dosierungen sowie Komplexen eingesetzt werden, um besonders hohe Wirkungseffekte zu erzielen. Damit wird die Heilung rheumatischer Entzündungen verbessert und die einzelnen Krankheitssymptome werden gelindert.

Zunächst verabreichen die Mediziner die sogenannten Analgetika. Diese dienen zur Reduzierung von rheumatisch bedingten Schmerzen in den betroffenen Gelenken. Darüber hinaus treten häufig Begleiterscheinungen wie Muskelverspannungen und Kopfschmerzen auf, welche im Rahmen der Rheuma Medikamente Schmerzmittel minimiert werden können und den Betroffenen eine höhere Lebensqualität ermöglichen. Die Analgetika werden in Abhängigkeit von speziellen therapeutischen Zielstellungen verschrieben. Darüber hinaus können auch alternative Schmerzbehandlungen eine Linderung der schmerzhaften Beeinträchtigungen erzielen.

Schmerzmittel dienen den Patienten überwiegend dazu, den insbesondere morgendlich auftretenden Rheumaschmerz in den Griff zu bekommen und ihren Alltag schmerzfrei bewältigen zu können. Neben den rezeptpflichtigen Analgetika werden ebenfalls die rezeptfreien Schmerzmittel empfohlen. Wenn die rheumatischen Beeinträchtigungen soweit fortgeschritten sind, dass die Schmerzen enorm stark und fast unerträglich sind, genügen die rezeptfreien Medikamente nicht mehr. In diesem Zusammenhang verschreiben die Mediziner in der Regel Medikamente, die mit Opiaten angereichert sind. Ein Variante innerhalb dieser morphinhaltigen Schmerzmittel stellen sogenannte Betäubungsmittel dar, die es auch als Pflaster gibt.

Rheuma MedikamenteEine weitere Form der Rheuma Medikamente stellen die cortisonfreien Arzneistoffe dar. Diese sollen dazu beitragen, entzündliche rheumatische Prozesse an verschiedenen Gelenksregionen zu behandeln. Die pharmazeutische Bezeichnung für diese Arzneistoff ist nicht-steriodale Antirheumatika, abgekürzt NSAR.

Im Gegensatz zu den nicht-steriodalen Antirheumatika lassen sich zahlreiche Beschwerden durch Rheuma mit cortisonhaltigen Medikamenten behandeln. Diese werden von den Apotheken als rezeptpflichtige Steroide oder Corticosteroide abgegeben.

Innerhalb dieser Rubrik der Arzneistoffe wird grundsätzlich eine Klassifizierung in selektive COX-1 und COX-2 Hemmer vorgenommen. In den Medikamentenkreis der COX-1 Hemmer gehören neben Ibuprofen und Diclofenac Präparate wie Indometacin, Meloxicam, Naproxen, Piroxicam und Acemetacin. Aus der Klasse der COX-2 Hemmer werden Rheuma Medikamente wie Celecoxib, Etoricoxib und Lumiracobix genutzt.

Cortisonhaltige Arzneimittel, welche durch ihre enorm hohe Wirksamkeit gegen Entzündungen bekannt sind, stellen eine weitere Gruppe der Rheuma Medikamente dar. Ein Nachteil dieser Substanzen ist jedoch, dass die Wirkung häufig nicht lang genug ist, um den Patienten eine dauerhafte Beschwerdefreiheit zu gewährleisten. Sobald die Medikamentengabe abgesetzt wird, treten die Krankheitszeichen wieder auf. Darüber hinaus sind cortisonhaltige Arzneistoffe durch äußerst unangenehme Nebenwirkungen gekennzeichnet. Eine Gabe von Cortison allein reicht nicht, um alle entzündlichen und schmerzhaften Beschwerden zu beheben. In der Regel muss eine Kombination mit anderen Präparten erfolgen.

Als cortisonhaltige Rheuma Medikamente sind im Laufe der Jahre insbesondere Präparate wie Prednisolon und Prednison bekannt geworden. Als klassisches Prednison kommt Decortin in Frage. Ein typisches Prednisolon Präparat ist Decortin H.

Unerlässlich bei vielen rheumatischen Beeinträchtigungen des körperlichen Befindens sind die Langwirksamen Antirheumatika. Diese sind in medizinischen und pharmazeutischen Fachkreisen als Basistherapeutika oder Basismedikamente bekannt.

Hinter der Abkürzung LWAR verbergen sich Arzneistoffe, die nicht nur allein auf die entzündlichen rheumatischen Prozesse wirken. Diese hoch modernen Rheuma Medikamente können weitere Zerfalls- und Auflösungserscheinungen an den knorpeligen Bestandteilen einzelner Gelenke und Knochen vermindern und hinauszögern. Sie wirken gleichsam entzündungshemmend und können die Knorpelzellen unterstützen, sich teilweise selbst zu reparieren. In diesem Zusammenhang ist es mit Langwirksamen Antirheumatika möglich, die eigentlichen ursächlichen Auslöser für Schmerzen und Bewegungseinschränkungen zu behandeln. Aus diesem Grund wird diese Gruppe der Rheuma Medikamente als Basismedikamente bezeichnet.

Typische Langwirksame Antirheumatika sind Gold als Tauredon, Methothrexat in Form von Lantarel und Ciclosporin in variierenden Gruppen wie Immunosporin. Außerdem werden die rheumakranken Patienten in der Schulmedizin mit Medikamenten wie Sulfasalazin und Chloroqiun therapiert.

Medikamente für RheumaEine ganz spezielle Gruppe der Rheuma Medikamente stellen die sogenannten krankheitskontrollierenden Rheumamittel dar. Krankheitskontrollierende Rheuma Medikamente sind unter dem Fachbegriff krankheitsmodifizierende Medikamente seit ihrer Entwicklung im Einsatz. Diese Rheuma Medikamente können das Fortschreiten einer rheumatischen Erkrankung zwar nicht aufhalten, jedoch den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen. Dies bedeutet, dass eine bessere Behandlung möglich ist und die betroffenen Patienten leichter mit dieser Beeinträchtigung leben können.

Als klassisches Krankheitskontrollierendes Medikament kommt gegenwärtig das Produkt als TNF-alpha- Blocker bezeichnete Präparat Etanercept zur Anwendung. Dieser Arzneistoff ist geeignet, um eine medikamentöse Therapie der chronischen Polyarthritis und der rheumatoiden Arthritis zu gewährleisten.

Rezeptfreie Arzneimittel gegen Rheuma

Neben den aus guten Gründen rezeptgebunden Rheuma Medikamenten werden in den Apotheken ebenso Rheuma Medikamente zur Verfügung gestellt, die ohne Rezept erhältlich sind. In diesem Zusammenhang besitzen die Betroffenen eine hohe Eigenverantwortung und gewisse Freiheit, um eine Eigenbehandlung durchführen zu können.

Rezeptfreie Arzneimittel gegen Rheuma und Muskelschmerzen werden in Abhängigkeit von der vorliegenden Rheumaform angeboten, die zuvor durch eine sichere Diagnostik festgestellt werden sollte. Da es verschiedenartige Rheumaarten gibt, werden auch entsprechend adäquate Rheumamedikamente bereit gestellt, die ohne Rezept erhältlich sind. Neben Arzneistoffen wie Voltaren mit Diclofenac in niedrigeren Dosierungen, einer pflanzlichen Salbe mit den Wirkstoffen eines speziellen Pflanzenextraktes sowie sogenannten Wärmesalben mit Nicoboxil werden auch Tabletten verwendet. Diese basieren weitgehend auf natürlichen Heilstoffen, die eine Linderung der rheumatischen Beschwerden ermöglichen. Insbesondere Extrakte der Teufelskralle sind in dieser Hinsicht sehr effizient einsetzbar. In verschiedenen Zusätzen, welche für angenehm muskelentspannende und entzündungshemmende Bäder geeignet sind, werden Campher, Lavendelöl, Methylsalicylat und andere durchblutungssteigernde Wirkstoffe verarbeitet.

Homöopathische Rheuma Medikamente

Als natürliche Alternative zu den auf synthetischer Basis hergestellten und teilweise durch extreme Nebenwirkungen gekennzeichneten Rheuma Medikamenten stellen die homöopathischen Arzneistoffe für viele an Rheuma erkrankte Menschen eine bevorzugte Behandlungsvariante dar. Die angebotenen Substanzen sind insgesamt frei von schädigenden Inhaltstoffen und sollen als eine sanfte und schonende Therapieart erwähnt werden.

Als überwiegend rein pflanzliche entzündungshemmende und schmerzstillende Alternativen kommen sogenannte Globuli in Frage. Darüber hinaus ersetzen viele naturheilkundliche Therapieansätze eine Verabreichung von Rheumamedikamenten.

In der Homöopathie werden zur Bekämpfung von Rheuma sowohl Einzel- als auch Komplexmedikamente eingesetzt. Als eine spezielle Kategorie gelten ebenfalls sogenannte SUIS-Organpräparate auf Basis tierischer Gewinnung gegen rheumatische Beschwerden.

Grundsätzlich kann mit den verschiedenartigen Rheumamedikamenten den Betroffenen eine große Hilfe und eine massive Linderung ihrer Beschwerden zuteil werden. Die Grundlage für eine gezielte und anhaltende Wirksamkeit der Therapie ist jedoch immer eine perfekte Diagnostik. Außerdem kann die Wirksamkeit der Rheuma Medikamente durch nicht medikamentöse Verfahren eindeutig erhöht werden.