Rheuma Diagnose und Behandlung

Die Diagnose von Rheuma kann sich häufig als schwierig herausstellen, da die Symptome von Rheuma nicht sehr eindeutig sind und von Patient zu Patient verschieden sein können. Ausserdem gibt es die Diagnose ‚Rheuma‘ als solches nicht. Es werden unterschiedliche Formen von rheumatischen Erkrankungen diagnostiziert. Diese können und sind aber meistens sehr unterschiedlich und von Mensch zu Mensch anders.

Generell wird jede Art von Rheuma jedoch durch Röntgenaufnehmen der Hand- und Fussgelenke, Bluttests, sowie der Krankengeschichte diagnostiziert. Häufig ist ein erfahrener Arzt oder Rheumatologe von Nöten um eine rheumatoide Arthritis festzustellen.

Ein grosser Teil der Diagnose basiert auf Untersuchungen der Blutwerte des Patienten. Dabei wird auf die folgenden drei typischen Merkmale geachtet:

  • Anstieg der Entzündungswerte im Blut, gemessen an der Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG) und dem C-Reaktives-Protein (CRP)
  • Gesunkener Hämoglobinwert mit entzündungsbedingter Blutarmut
  • Rheumafaktor (verschiedene Autoantikörper), dieser ist allerdings nur bei etwa 80% der Patienten nachweisbar

Da Rheuma einen gelenkzerstörenden Verlauf nimmt kann nach einer gewissen Zeit auch im Röntgenbild eine Veränderung festgestellt werden die auf eine Erkrankung hinweist. Dies ist allerdings erst im fortgeschrittenen Zustand der Krankheit möglich.

Es gibt grundsätzlich drei Veränderungen des Röntgenbilds die für eine Rheuma Diagnose benötigt werden. Diese drei Veränderungen sind:

  • Kalksalzmangel im Knochen, auch gelenknahe Osteoporose genannt
  • Eine Verschiebung der Wirbelkörper der Halswirbelsäule bei Mitbefall des Kopf-Halsgelenks
  • Mäusebissartige Knochendefekte am äußeren Rand der Gelenkfläche, die auch Erosionen genannt werden

Da der Verlauf einer Rheuma Erkrankung sehr unterschiedlich sein kann ist es schwierig eine allgemeine Diagnostik zu beschreiben. Häufig kann nur über Zeit und mit Hilfe von konventioneller Röntgendiagnostik, Computertomografie, Magnetresonanztomografie und Szintigrafie eine eindeutige Diagnose zur Art der Erkrankung gestellt werden.

Auch der umfassende Blick auf die Krankengeschichte (Anamnese genannt) ist von höchster Wichtigkeit. Hierbei sollten die körperlichen Beschwerden auf Dauer, Intensität der Schmerzen und genauer Ort beschrieben werden. Je genauer desto einfach die Diagnose. Auch unspezifische Symptome, wie Fieber und Müdigkeit, sollten miteinbezogen werden.

Rheuma Behandlung

Die Behandlung von rheumatischen Erkrankungen hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert. Allerdings ist die endgültige Ursache für Rheuma nicht bekannt und deshalb ist eine Heilung unmöglich. Allerdings kann mit schmerzlindernden Medikamenten die meisten Wirkungen der Krankheit behoben werden.

Die meisten Rheuma Patienten werden mit entzündungshemmenden und schmerzstillenden Medikament (wie zum Beispiel Cortison, Methotrexat) behandelt. Diese Behandlung erfolgt allerdings nur wären sogenannter Schübe. Während diesen Schüben sind die Symptome und Schmerzen die von Rheuma verursacht werden besonders gross, können so aber gelindert werden.

Bei besonders stark angegriffenen oder zerstören Gelenken kann auch eine operative Therapie zum Einsatz kommen, um so die Schmerzen zu lindern.

Weiterhin lohnt es sich eine physikalische Therapie durchzuführen. Diese Art der Behandlung von Rheuma enthält unter anderem Wärme-Kälte-Therapien, Massagen und Elektrotherapie. Häufig wird in Verbindung mit der physikalische Therapie auch eine Ergotherapie durchgeführt. Das Ziel der Ergotherapie ist es eine Anpassung der Anforderungen im Alltag und Gelenkschutz zu fördern. Mit gezielten Übungen kann der Körper auf die neue Lebenslage besser vorbereitet werden.

Auch psychologische Massnahmen kommen häufig zum Einsatz. Mit Hilfe von Schmerzschulungen kann zum Beispiel geholfen werden mit den Rheuma-Schmerzen umzugehen. Auch Entspannungstraining und die seelische Unterstützung einer psychologischen Betreuung kann den Patienten helfen.

Alle diese Arten von Therapie haben häufig ein wichtiges Ziel vor Augen: Die Rehabilitierung des Patienten und eine schnelle Wiedereingliederung in das soziale Umfeld. Somit kann der Stress dem der Patient ausgesetzt ist vermindert werden und die Lebenssituation verbessert.

Die Behandlung von Rheuma ist deshalb so speziell weil für jeden Patienten eine andere Art von Behandlung gefunden werden muss. Es muss ein individueller Plan erstellt werden um die Krankheit so gut wie möglich behandeln zu können.